Die Computertomographie ist eine Untersuchungsform mittels Röntgenstrahlen. Körperbereiche wie Schädel, Brust- und Bauchraum, Knochen, Weichteile und Blutgefäße können dabei in Schnittbildern besonders detailgenau und kontrastreich abgebildet werden. Ein weiterer Vorteil gegenüber der herkömmlichen Röntgenuntersuchung ist die überlagerungsfreie Darstellung der Organe.
Wie bei allen Röntgenuntersuchungen wird der Körper auch bei einer Computertomographie durch Röntgenstrahlen belastet, diese Belastung wird jedoch durch die hoch entwickelte, moderne Technik möglichst gering gehalten.
Der Patient wird auf einer Liege in den Computertomographen hineinbewegt, bis sich der zu untersuchende Körperteil an der exakten Position im Gerät befindet. Die Röntgenröhre rotiert um die Längsachse des Patienten, wobei sie Röntgenstrahlenbündel aussendet, mit denen der Körper abgetastet wird. Die aus dem Körper wieder austretende, nun geschwächte Strahlung wird gemessen. Aus der Menge der so entstandenen zahlreichen einzelnen Röntgenbilder werden von einem speziellen Bildrechner Schnittbilder erstellt.
In unserer Praxis werden Sie mit einem 16-zeiligen Computertomographen untersucht, einem Gerät der neuesten Generation, mit dem in 0,6 mm dicken Schichten Schnittbilder des Körpers angefertigt werden. Die daraus entstehende Datenmenge wird von Computern zu 3-D-Aufnahmen verarbeitet. Die Untersuchung dauert in der Regel nur zwischen 5 und 15 Minuten, die Aufbereitung der Daten erfolgt anschließend in wiederum wenigen Minuten.
Schwangere Patientinnen dürfen, außer bei einer lebenswichtigen
Indikation, nicht mit Röntgenstrahlen untersucht werden.
Im Zweifelsfall sollten Sie vor der Untersuchung einen Schwangerschaftstest
durchführen lassen.
Patienten mit bekannter Jodallergie bzw. Schilddrüsenüberfunktion
dürfen kein Kontrastmittel erhalten oder bedürfen einer besonderen
Vorbereitung.
Wir verwenden den Computertomographen Siemens Somatom Emotion 6.
Bei einer Vielzahl von Untersuchungen ist zur besseren Abgrenzungen von
krankhaften Prozessen ein Kontrastmittel erforderlich, welches über eine
Vene gespritzt wird. Die verwendeten Kontrastmittel (nichtionisch) sind gut
verträglich. Selten kommt es zu allergischen Reaktionen wie Juckreiz,
Hautrötung und Übelkeit . In sehr seltenen Fällen kann es jedoch
zum allergischen Schock führen. Der behandelnde Arzt oder die MTA wird
Sie vor der Untersuchung über mögliche Allergien befragen. Patienten
mit einer Schilddrüsenüberfunktion dürfen ohne eine spezielle
Vorbereitung kein Kontrastmittel erhalten. Bitte informieren Sie auch den
behandelnden Arzt, ob bei Ihnen in nächster Zeit eine Schilddrüsenuntersuchung
geplant ist.
Diabetiker, die ein orales Antidiabetikum einnehmen, schauen bitte ich der
Antidiabetika-Liste nach, ob Ihr Medikament vor der Untersuchung
abgesetzt werden muß.
Laut "Roter Liste" darf bei Medikation mit den folgenden Präparaten
keine Röntgen-Kontrastmittelanwendung stattfinden: Antidiabetika (Typ
Metformin [Biguamide]), z.B.:
· Glucophage
· Diabetase
· Mediabet
· Meglucon
· Mescorit
· Metformin-Ratio, etc.
· Siofor
· Thiabet
· Met
· Glucobon
· Diabesin
· Biocos
Umgekehrt muß ein zeitlicher Abstand von mindestens 3 Tagen vor und
nach erfolgter Kontrastmittelgabe bei einer solchen Medikation eingehalten
werden.
Wir führen Untersuchungen aller Körperregionen durch, außerdem
bieten wir Ihnen bestimmte "IGEL"-Leistungen:
>> Calcium-Scoring
>> Thorax
>> Virtuelle Coloskopie
>> Osteoporosemessung

1972 wurde die
Computertomographie (CT) durch G.N. Hounsfield in die Medizin eingeführt.
Hounsfield erhielt dafür 1979 den Nobelpreis.